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Wichtig für Unternehmen: Arbeitsbescheinigungen müssen ab 1. Januar 2023 online übermittelt werden!

Pressemitteilung
Nr. 73/ 2022 – 29. Dezember 2022
Wichtig für Unternehmen: Arbeitsbescheinigungen müssen ab 1. Januar 2023 online übermittelt werden!
Papierform war gestern: Unternehmen, die ab dem 01. Januar 2023 Arbeitsbescheinigungen sowie Bescheinigungen über Nebeneinkommen an die Arbeitsagentur übermitteln wollen, können dies dann nur noch elektronisch veranlassen.
Wenn sich Beschäftigte arbeitslos melden müssen und Arbeitslosengeld beantragen, ist für die Berechnung eine sogenannte Arbeitsbescheinigung notwendig, die von den Betrieben ausgestellt wird. Bis zum Ende dieses Jahres war die Übermittlung der Daten noch in Papierform möglich. Das geht ab dem 1. Januar 2023 nicht mehr. Dies betrifft auch Bescheinigungen über Nebeneinkünfte, wenn jemand in der Zeit der Arbeitslosigkeit eine Nebentätigkeit in einem Unternehmen ausübt.
Ab 2023 können beide Bescheinigungen nur noch digital an die Agentur für Arbeit übermittelt werden. Die Arbeitsagentur hat hierfür das Verfahren BEA - „Bescheinigungen elektronisch annehmen“ - eingerichtet. „Das Angebot existiert bereits seit 2014“, erläutert Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel. „Seitdem können Unternehmen die digitale Übermittlung von Bescheinigungen nutzen. Das erleichterte schon in der Vergangenheit vielen Betrieben den Datenaustausch mit der Agentur für Arbeit. Neu ist nun allerdings, dass ab Anfang 2023 Arbeitgeber dieses elektronische Verfahren verpflichtend nutzen müssen.“
Die Online-Übermittlung hat viele Vorteile für die Betriebe:
So spart das elektronische Verfahren Kosten für die Erstellung, den Druck und den Versand der Unterlagen. Außerdem reduziert sich für alle Beteiligten die Bearbeitungszeit, da mit weniger Nachfragen zu rechnen ist. Die Bescheinigung muss auch nicht mehr an die Beschäftigten ausgehändigt werden. Diese erhalten einen Nachweis der übermittelten Daten direkt von der Arbeitsagentur.
Viele Lohnabrechnungsprogramme bieten eine entsprechende Funktion für die digitale Übermittlung bereits an. Alternativ kann aber auch die kostenlose online-Anwendung sv.net unter https://standard.gkvnet-ag.de/svnet/ genutzt werden.
Telefon: 0431 709 1666
www.arbeitsagentur.de
Agentur für Arbeit Kiel • Pressestelle
Adolf-Westphal-Str. 2, 24143 Kiel
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Die Pflicht zur Online-Übertragung gilt für alle Arbeitsverhältnisse, die ab dem
01. Januar 2023 enden. Wichtig: eine Übergangsfrist ist nicht vorgesehen.
Lediglich für Arbeitsverhältnisse, die bis zum 31. Dezember 2022 enden, bleibt die Möglichkeit zur Abgabe in Papierform bestehen.
Bei Rückfragen zur Lohnabrechnungssoftware empfiehlt es sich, den jeweiligen Hersteller zu kontaktieren.
Rückfragen zu sv.net beantwortet der Support von sv.net unter der folgenden Internetadresse www.itsg.de/produkte/sv-net/kontakt-support. Gibt es darüber hinaus Fragen, hilft die „BEA-Hotline“ der Bundesagentur für Arbeit unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4 5555 27 weiter. Informationen gibt es außerdem auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de/unternehmen/personalfragen/bea .

Halbtagsseminar zum Thema Lohnpfändung des UV Kiel e.V.

Zum Ende des Jahres bietet der UV Kiel e. V. ein Halbtags-Seminar zum Thema Lohnpfändung an.

Am 06. Dezember 2022 vermittelt die dortige Verbandsjuristin Martina Geest an einem Vormittag anhand von Praxisbeispielen die rechtlichen Grundlagen und Besonderheiten bei der Bearbeitung einer Lohnpfändung.

Das Seminar findet statt:

Am 06. Dezember 2022, 09.00 - 13.00 Uhr
im Hotel Birke, Martenshofweg 2-8, 24109 Kiel.

Weitere Informationen finden Sie in der Einladung und auf der Homepage, auf der Sie sich für das Seminar anmelden können.

Webinar mit Herrn Kay Madsen Kragh

Einladung zum Webinar / 11.Oktober 2022 / 18.00 – 19.30 Uhr

In der heutigen Zeit wird es für Unternehmen immer schwieriger, freie Ausbildungsplätze adäquat besetzen zu können. Junge Menschen entscheiden sich mehr und mehr für ein Studium und gegen eine Ausbildung. In unserem Webinar am 11. Oktober von 18.00-19.30 Uhr informiert Kay Madsen-Kragh von der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH) darüber, wie SIE Ausbildung und Studium optimal miteinander kombinieren können. Dahinter steckt die Absicht, Ihnen eine weitere Perspektive für die Gewinnung von Fachkräften zu eröffnen. Durch das zusätzliche Ausbildungsangebot eines dualen Studiums erschließen Sie einen Bewerberkreis, der sich vermutlich nicht auf eine „klassische“ Ausbildung beworben hätte.

Inhalte:

  • Begrüßung und Vorstellung der DHSH und ihres Bildungsangebots
  • Voraussetzungen für ein duales Studium
  • Branchenspezifische Möglichkeiten
  • Bindung der Absolventen
  • Unterstützung der DHSH bei Einführung dieses Ausbildungsweges im Unternehmen/Betrieb
  • Kooperationspartner der DHSH
  •  

Kay Madsen-Kragh

Key Account Manager DHSH

Anmeldungen erbitten wir bis zum 06.10.2022 per Mail an info@uv-oh-ploen.de

Mit besten Grüßen

Hannes Wendroth

25.09.2022
Im Original gezeichnet



Webinar mit Frau Prof. Dr. Doris Weßels

Einladung zum Webinar / 13. September 2022 / 18.00 – 19.30 Uhr

Die weltweite Entwicklung der KI-Sprachmodelle verläuft aktuell sehr dynamisch. Bisher dominieren amerikanische und chinesische Sprachmodelle diese Schlüsseltechnologie. Deutschland und Europa wollen mit OpenGPT-X (GAIA-X) die Aufholjagd starten, um ein Mindestmaß an digitaler Souveränität sicherzustellen. Rund um die KI-Sprachmodelle hat sich ein wachsender Markt von KI-gestützten Schreibwerkzeugen aus dem Bereich des Natural Language Processings (NLP) entwickelt. Die Produkte sind in der Regel frei verfügbar und eher niedrigschwellig. Um sie soll es in diesem Webinar gehen - konkrete Anwendungsbeispiele unterstreichen die Leistungsfähigkeit und zwar in Interaktion mit den Teilnehmer*innen.
Prof. Dr. Doris Weßels ist Professorin für Wirtschaftsinformatik mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Natural Language Processing an der Fachhochschule Kiel. Nach einem Studium der Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und Informatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster promovierte sie am Institut für Finanzwirtschaft und Investition der Universität Oldenburg. In den nachfolgenden 12 Berufsjahren war sie in verschiedenen Fach- und Führungspositionen in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Telekommunikation und Banken tätig. Sie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) e.V. und ist dort derzeit als stellvertretende Vorstandsvorsitzende tätig. Seit 2018 richtet sich ihr KI-Forschungsfokus auf Entwicklungen im Bereich Natural Language Processing (NLP) mit den Auswirkungen für den Bildungssektor.

Informationsgespräch mit Landtagsabgeordneten im August 2022

Ein Informationspaket der besonderen Güte erhielten MdL Sandra Redmann und Niclas Dürbrook – beide SPD. Unter der Gesprächsleitung von Lydia Bahn, der Vorstandsvorsitzenden des UV, ging es schon in der Vorstellungsrunde zur Sache. Über alle Branchen hinweg führte die Frage nach bezahlbarer Energie – und zwar in ausreichender Menge – die Liste der aktuellen Sorgen an. Ob Produktion, Gastronomie oder Handwerk, die Mitglieder machten sich Luft und wiesen nachdrücklich auf Fehlentwicklungen in Vergangenheit und Gegenwart hin. Als Beispiele wurden genannt: der kompletter Kurswechsel bei der Förderung von Heizungsanlagen, die kurzfristige Beschneidung der ursprünglich dafür bereitgestellten Mittel und ein Boom bei Wärmepumpen. Diese werden – so einer der anwesenden Experten – die erforderliche Leistung oftmals nicht erbringen können. Die Verbraucher zahlen die Zeche später über ihre Stromkosten.
Breiten Raum nahm der Bereich Infrastruktur ein – das Spektrum reichte von bezahlbarem Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen bis hin zu einem zeitgemäßen Radwegenetz. Gute Beispiele gibt es dafür in ausreichender Anzahl, allein es fehlt oftmals der Wille in Kommunen und Verwaltungen. Stichwort Verwaltung: Während die beiden MdL vehement für eine personelle Verstärkung auf allen Ebenen eintraten, konnten Betroffene eindrucksvolle Erfahrungen mit dem „Amtsschimmel“ nennen. Statt die Verwaltungen weiter zu vergrößern, sollten – so eine Forderung – Arbeits- und Entscheidungsabläufe optimiert werden. Große Betroffenheit erzeugten in diesem Zusammenhang Biographien junger
Männer mit Migrationshintergrund, die aufgrund von Kompetenzgerangel unterschiedlicher Verwaltungsstellen am Ende nicht in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden konnten.
Bei der Frage, wie Fachkräfte in ausreichender Anzahl gewonnen werden sollen, verhinderten konträre Perspektiven einen gemeinsamen Lösungsansatz. Ob Restaurantküche oder Werkstatt – Fragen der demographischen Entwicklung in Deutschland lösen keinen aktuellen Bedarf, so eine der Sichtweisen. Ebenso kontrovers wurde die Frage diskutiert, wie weit sich Mitbürger/Mitbürgerinnen mit geringer Neigung zum Arbeiten auf das soziale Netz verlassen können sollen.
Ein Austausch, der es in sich hatte – die Gespräche wurden nach dem Fototermin in lauer Sommerluft fortgesetzt. Dank an alle Beteiligten!